<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CGPB Blog &#187; Blog CGPB</title>
	<atom:link href="http://blog.cgpb.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.cgpb.de</link>
	<description>Artikel aus der Gemeindezeitung der Christlichen Gemeinschaft Paderborn</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 May 2012 12:34:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Die „Scientology“ Bewegung</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2012/die-%e2%80%9escientology%e2%80%9c-bewegung/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2012/die-%e2%80%9escientology%e2%80%9c-bewegung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 12:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christliche Strömungen unserer Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sektenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[auditing]]></category>
		<category><![CDATA[gründer]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[lehre]]></category>
		<category><![CDATA[praktik]]></category>
		<category><![CDATA[scientology]]></category>
		<category><![CDATA[tom cruise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.cgpb.de/?p=190</guid>
		<description><![CDATA[L. Ron Hubbard wurde 1911 in Nebraska (USA) geboren, er war dreimal verheiratet und hat zwei Kinder. Ron Hubbard begann 1928 mit dem Verfassen von Kurzgeschichten. Am 18. Dezember 1928 fiel er durch die Aufnahmeprüfung zur Navy-Akademie. Nach Ausbruch des &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2012/die-%e2%80%9escientology%e2%80%9c-bewegung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>L. Ron Hubbard wurde 1911 in Nebraska (USA) geboren, er war dreimal verheiratet und hat zwei Kinder. Ron Hubbard begann 1928 mit dem Verfassen von Kurzgeschichten. Am 18. Dezember 1928 fiel er durch die Aufnahmeprüfung zur Navy-Akademie. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versuchte Hubbard erneut, bei den US-Streitkräften angenommen zu werden. 1941 wurde er schließlich von der US Navy als Leutnant eingesetzt. Im Dezember 1941 verließ er die amerikanische Marine wieder; seine Akte enthält nach Recherchen eines Journalisten die Anmerkung „Verdacht auf Geistesgestörtheit“. In den 1960er Jahren versuchte er sich als Erfinder. Unter anderem erfand er ein Gerät, das den Schmerz von Tomaten messen sollte, wenn man diese aufschneidet (!). 1950 veröffentlicht Hubbard das Buch Dianetik, worin er Therapien entwarf, die das Ziel hatten, ein unsterbliches Genie zu werden; nachdem das Buch einen gewissen Erfolg verzeichnete, begründete er eine als Dianetik bezeichnete Lehre mit entsprechenden Seminaren, welche er als „angewandte religiöse Philosophie“ bezeichnete. 1954 gründete er dann aus steuerlichen Gründen eine Kirche namens Scientology. Kritiker verweisen darauf, dass L. Ron Hubbard keinen Studienabschluss erreichte, und dass David Miscavige, der derzeitige Führer von Scientology, keinen Highschool-Abschluss erreicht habe. Der Anführer der Scientology Bewegung verstarb am 24. Januar 1986 in Kalifornien. Bis heute wird in vielen Scientology-Organisationen ein Büro für Hubbard offengehalten, welches nur von Reinigungskräften betreten wird.<span id="more-190"></span></p>
<p>Scientology sprach 2005 von über 10 Millionen Anhängern. Dies beinhaltet auch Menschen, die einen Kurs besuchten, ohne weiterzumachen. Seriöse empirische Schätzungen nehmen dagegen kaum mehr als 100.000 Anhänger an. Die mit Abstand meisten Scientologen kommen aus den USA. Schätzungen von 2004 stellen eine Konsolidierung auf 55.000 US-amerikanische Anhänger fest. In Deutschland, wo die Scientology-Kirche die Zahl ihrer Anhänger mit 12.000 beziffert, soll es laut staatlichen Quellen zwischen 5.000 und 7.000 Scientologen geben, wobei der engere Kreis noch deutlich geringer geschätzt wird.</p>
<h3>Lehre und Praktik</h3>
<p>Einen wichtigen Ausgangspunkt des scientologischen Wirklichkeitsmodells bildet das physikalische Universum, welches laut Scientology aus Materie, Energie, Raum und Zeit besteht. Parallel zu diesem Modell setzt sich der Mensch laut Scientology aus drei Teilen, dem Thetan, dem Verstand und dem sterblichen Körper zusammen. Herzstück der scientologischen Lehre ist die Vorstellung, dass das unsterbliche Wesen jedes Menschen, der Thetan, durch traumatische Erlebnisse und insbesondere durch zwei Ereignisse vor Millionen Jahren massiv in seiner Funktionsweise beeinträchtigt worden sei. Scientology-Technologien, insbesondere das Auditing, könnten die Funktionen des Thetan zumindest teilweise wiederherstellen.<br />
Ein zentrales Problem der irdischen Thetane wird hierbei durch den  Xenu-Mythos erklärt, der von einem das „Böse“ verkörpernden intergalaktischen Herrscher handelt, der Thetane von weit entfernten Planeten auf die Erde verschleppt hatte und dort durch gewaltsame Verfahren so schwer traumatisierte, dass sie nun als körperlose Cluster (Körper-Thetanen genannt) anderen Menschen anhängen und sie in ihren Möglichkeiten beeinträchtigen. Erklärtes Ziel Scientologys ist es, durch Auditing das Leben des Einzelnen zu verbessern, insbesondere sein geistiges und körperliches Wohlbefinden zu steigern, und mehr Geld zu verdienen. Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Hinwendung aller Menschen zu den Gedanken Scientologys das Hauptziel, daneben wird insbesondere die Abschaffung der Psychiatrie gefordert.<br />
Das scientologische Weltbild geht davon aus, dass der Mensch grundsätzlich gut ist.<br />
Obwohl Scientology nicht direkt aus einer anderen Weltanschauung hervorgegangen ist, sondern eine der wenigen Neukreationen im religiösen Bereich ist, lassen sich doch einige der Quellen, aus denen Hubbard geschöpft hat, nachvollziehen. Was Einflüsse aus der westlichen Philosophie betrifft, so finden sich deutliche Parallelen zur Psychologie Sigmund Freuds, die in den 30er- und 40er-Jahren eine breite populärwissenschaftliche Rezeption erfuhr. Scientology erhebt den Anspruch, eine empirische „Wissenschaft“ zu sein und will mit „Technologien“ die Funktionsfähigkeit der Thetane erneuern. Eine Reihe von Autoren weist auch auf Scientologys Anleihen aus den Werten der „US-amerikanischen“ Kultur, insbesondere dem Glauben an Individualismus, Demokratie und Freiheit, hin. Die Frage, ob Scientology der Status einer Religion zuzuerkennen sei, ist umstritten und hängt einerseits von dem zugrunde liegenden Religionsbegriff ab, andererseits aber auch davon, ob die Merkmale, durch die Scientology Kriterien eines Religionsbegriffes erfüllt, als für Scientology wesentliche oder aber nur vorgetäuschte Eigenschaften beurteilt werden, durch die Scientology aus Sicht der Kritiker den Anschein einer Religion zu erwecken suche. Die Mehrheit der Religions- und Sozialwissenschaftler bejaht die Einstufbarkeit als Religion, was sich in entsprechenden wissenschaftlichen Gutachten zur Verteidigung der Scientology-Kirche in rechtlichen und politischen Prozessen niedergeschlagen hat. Der Produktcharakter Scientologys ist ökonomisch ausgeformt. Diese Profitorientierung stünde dem „abendländischen Religionsverständnis“ entgegen.</p>
<p>Die deutsche Bundesregierung schloss sich 1998 der Ansicht des Bundesarbeitsgerichtes von 1995 an, dass Scientology weder Religions- noch Weltanschauungsgemeinschaft sei. Ziel der Organisation sei vielmehr Gewinnerzielung, was mit dem Status einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft unvereinbar sei. Hubbard habe Scientology nur den Deckmantel einer „Religion“ umgehängt, um Steuern zu sparen und auf potenzielle Mitglieder attraktiver zu wirken. Die Produkte und Dienstleistungen Scientologys werden häufig als überteuert bemängelt, ein E-Meter kostete 1998 bei der Church of Scientology etwa 4.000 US-Dollar. Einführungs- und Demonstrationsauditing kostete 1990 umgerechnet ca. 200 Euro für 12½ Stunden, auf einer höheren Stufe können es 3.500 Euro oder mehr sein. Der Weg zur „völligen Freiheit” kostet den Scientologen $376.000 (etwa 270.000 Euro).</p>
<h3>Auditing</h3>
<p>Das Auditing ist dabei eine zentrale Technik zur Erreichung von Clear („befreiter Verstand“). Gemeint ist eine besondere Form des Gesprächs zwischen dem Auditor und dem der „auditiert“ wird. Ziel des Gespräches ist es, die negativen Auswirkungen des „reaktiven Verstands“ zu verringern. Als wichtigstes technisches Hilfsmittel beim Auditing findet das E-Meter Anwendung. Dieses Gerät verfügt über zwei zylindrische Elektroden, die der Auditierte beim Auditing in seinen Händen hält, und über einen Zeiger, der Veränderungen des elektrischen Widerstands zwischen den Elektroden anzeigt. Das Ziel ist, zurückliegende „Geschehnisse“ (z. B. mit emotionalem und körperlichem Schmerz verbundene Erlebnisse) aufzufinden, welche den meisten psychischen Schwierigkeiten zugrunde liegen sollen.<br />
Diese Geschehnisse sollen so lange erzählend wiedererlebt werden, bis ihre „Ladung“ (emotionale Spannung) verschwindet. Der Auditor unterstützt diesen Prozess, indem er Anweisungen gibt, Fragen stellt und die Anzeigen des E-Meters beobachtet, um Blockaden aufzuspüren. Das utopische Ziel von Scientology ist ein erleuchtetes Zeitalter, in dem jeder Mensch Clear, also von seinen Blockaden  befreit sei.</p>
<p>Prominente Scientologen Hollywoodschauspieler wie Tom Cruise und Katie Holmes werden insbesondere im deutschsprachigen Raum als Repräsentanten Scientologys wahrgenommen. Die Bewegung versucht insbesondere Schauspieler und andere Personen des öffentlichen Lebens zu rekrutieren und hat damit in den USA auch Erfolg. Eine Reihe weiterer Personen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel John Travolta, Lisa Marie Presley und Kirstie Alley, verrichten ähnliche Dienste für Scientology. Die Organisation betreibt ein Celebrity Center, das sich speziell um Künstler und Personen kümmern, die in der Öffentlichkeit stehen.<br />
Hubbard war der Ansicht, dass Künstler die Art von Menschen seien, die die Welt von morgen maßgeblich beeinflussen würden.</p>
<h3>Kritik an Scientology</h3>
<p>In Deutschland beobachten mehrere Verfassungsschutzämter die Scientology-Kirche, und die Stadt Hamburg unterhält eine „Arbeitsgruppe Scientology“. Bisweilen werden Scientologys Praktiken als Manipulationstechniken betrachtet. Rekrutierungsbestrebungen von Scientology, so ein Vorwurf, konzentrieren sich zum Teil ganz bewusst auf Menschen, die eine Krisensituation in ihrem Leben erreicht haben und deswegen besonders anfällig für Rekrutierungsbemühungen sind. Zentral im Anti-Scientology-Diskurs sind dabei sogenannte Gehirnwäsche-Theorien. Der erste Persönlichkeitstest sei zwar kostenfrei, jedoch pseudowissenschaftlich und diene lediglich der Mitgliederwerbung. Er biete keine eigentliche „Analyse“, sondern ende stets mit dem Ergebnis, dass der Getestete ein Verbesserungspotenzial besitze.</p>
<p>Der Vorwurf, Scientology sei eine totalitäre Ideologie mit antidemokratischer Stoßrichtung, wird von zahlreichen Gegnern Scientologys im deutschsprachigen Raum geteilt. Auch der Umgang mit Kritikern führt zur negativen Einstufung der Bewegung: „Diejenigen, die Scientology kritisieren oder abfällige Bemerkungen darüber machen, können einer eingehenden Überprüfung ihrer vergangenen Taten oder Absichten nicht standhalten. Wann immer wir den Hintergrund einer Kritik an der Scientology untersucht haben, fanden wir strafbare Handlungen, für die die Person oder Gruppe &#8211; gemäß den existierenden Gesetzen &#8211; hätte ins Gefängnis kommen können. Aber wir interessieren uns für die strafbaren Handlungen jener Leute, die danach trachten, uns zu stoppen. Wenn sie sich der Scientology in den Weg stellen, werden wir sofort nach ihren strafbaren Handlungen schauen &#8211; und werden sie finden und bloß legen. Wenn sie uns aber in Ruhe lassen, werden auch wir sie in Ruhe lassen.‘ Das ist sehr einfach und leicht zu verstehen. Und hüten Sie sich davor, unsere Fähigkeit &#8211; das auch auszuführen &#8211; zu unterschätzen.“ (Zitat von Hubbard)<br />
Diese zuletzt zitierten Sätze offenbaren das wahre Gesicht der Scientology Kirche, es wurden Handlungsrichtlinien erarbeitet, wie mit Kritikern umzugehen sei: „Finde heraus, wer uns angreift. Beginne sofort, sie auf Verbrechen oder Schlimmeres zu untersuchen und verwende dabei eigene Fachleute, keine außenstehenden Agenturen. Beginne die Presse zu füttern mit Finsterem, Blut, Sex und Verbrechen, tatsächlichen Beweisen über die Angreifer. Ich spreche aus 15 Jahren Erfahrung. Bis jetzt hat es noch keinen Angreifer gegeben, dem nicht mit Verbrechen Dampf gemacht werden konnte.“ (Zitat Hubbard) So ist es denn auch folgerichtig, dass Scientology eineneigenen Geheimdienst (Guardian Office) aufgebaut hat, der im Verdeckten arbeitet, Hass, Zwietracht und Terror sät. „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, dass euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. (…) Und<br />
dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden“. Matthäus 24,4-5.10-13</p>
<p><em>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de/">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn.</em></p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>http://home.snafu.de/tilman/krasel/germany/theol.html</li>
<li>http://www.religio.de/therapie/sc/sciento.html</li>
<li>www. wikipedia.de</li>
<li>Ein E-Meter, das zum Auditingbenutzt wird. Quelle: Wikipedia</li>
<li>Das Scientology-Kreuz. Die acht Enden des Kreuzes stehen für die „acht Dynamiken“. Quelle: Wikipedia</li>
<li>Deutschlandzentrale von Scientology in „http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin“ \o „Berlin“ Berlin, Quelle: Wikipedia</li>
<li>Tom Cruise, Quelle: „http://i.dailymail.co.uk“ http://i.dailymail.co.uk</li>
<li>L. Ron Hubbard (1911-1986), Begründer der Scientology-Kirche. Quelle: http://www.scientology.de</li>
</ul>
<h4>Bild-Quellen:</h4>
<ul>
<li>Bild 1 http://www.focus.de/fotos/deutschland-zentrale-vonscientology-in-berlin_mid_245645.html</li>
<li>Bild 2 http://www.jolie.de/bildergalerien/religionen-stars-1391560.html</li>
<li>Bild 3 http://www.thueringen.de/de/verfassungsschutz/weitere_arbeitsfelder/scientology/</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2012/die-%e2%80%9escientology%e2%80%9c-bewegung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Mormonen</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2012/die-mormonen/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2012/die-mormonen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 09:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>N/A</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Strömungen unserer Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sektenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[christlich]]></category>
		<category><![CDATA[freikirche]]></category>
		<category><![CDATA[glauben]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[mormonen]]></category>
		<category><![CDATA[twilight]]></category>
		<category><![CDATA[widersprüche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=25</guid>
		<description><![CDATA[In dieser Ausgabe wollen wir uns die Sekte der Mormonen („Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“) genauer ansehen. „Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch  etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als  das, was &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2012/die-mormonen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Ausgabe wollen wir uns die Sekte der Mormonen („Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“) genauer ansehen.</p>
<blockquote><p>„Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch  etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als  das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!“ (Gal 1,8)</p></blockquote>
<p><span id="more-25"></span></p>
<h3>Heutige Situation</h3>
<p>Mormonen leben überwiegend in den Vereinigten Staaten mit  Schwerpunkten in Utah und den angrenzenden Gebieten in Arizona, Wyoming und Idaho sowie in Missouri und Kansas. Darüber hinaus betreibt insbesondere die Kirche Jesu Christi HLT seit 1974 internationale Mission und hat Angehörige in vielen Staaten der Erde. Nach eigenen Angaben hat sie weltweit über 13 Millionen getaufte Mitglieder, davon rund 50 % in den Vereinigten Staaten, weitere 35 % im Rest Amerikas, 10 % in den angelsächsischen Staaten Großbritannien, Australien sowie den asiatischen Inselnationen, insbesondere den Philippinen und Japan und nur 5 % in Kontinentaleuropa, Kontinentalasien und Afrika zusammen. In Deutschland leben rund 36.000 Angehörige der Kirche Jesu Christi HLT, 4200 in Österreich und knapp 8000 in der Schweiz. Die zweitgrößte mormonische Gruppierung ist die Gemeinschaft Christi (bis zum Jahr 2001: „Reorganisierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“) mit rund 250.000 Mitgliedern.</p>
<p>Sie wurde 1880 als Rechtsnachfolgerin der ursprünglichen Church of Christ anerkannt und ist daher im Besitz des ältesten Tempels und der meisten Dokumente aus dem Nachlass von Joseph Smith, jr. Es gibt heute rund 70 mormonische  Glaubensgemeinschaften, die in die folgenden Hauptströmungen geordnet werden können:</p>
<ol>
<li>„Rocky-Mountain-Mormonen“: zogen nach Utah, erkennen Brigham Young als legitimen Propheten an.</li>
<ol>
<li>Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die größte Gemeinschaft mit Sitz in Salt Lake City, Utah (übt seit 1890 die Polygamie nicht mehr aus und  lehnt sie für die Gegenwart ab, betrachtet deren Ausübung vor diesem  Jahr aber als legitim)</li>
<li>viele weitere, meist sehr kleine Gemeinschaften, die im fast alle nach 1890 entstanden und die Polygamie in größerem oder geringerem Ausmaß bis heute fortführen.</li>
</ol>
<li>„Prärie-Mormonen“: blieben im Mittleren Westen, erkennen Brigham Young nicht als legitimen Propheten an:</li>
<ol>
<li>Die Gemeinschaft Christi (zweitgrößte Kirche der Konfessionsgruppe, ehemals „Reorganisierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“,  antipolygamistisch, heute recht liberal)</li>
<li>viele weitere, kleinere Gemeinschaften, die teilweise auch Joseph Smith, jr. selbst als gefallenen Propheten betrachten und nur das Buch Mormon und eine größere oder kleinere Zahl von Lehren seiner frühen Jahre akzeptieren, teilweise ergänzt um ihre  jeweils eigene Prophetie. Die meisten erkennen die Polygamie weder für heute noch historisch als legitim an.</li>
</ol>
</ol>
<h3>Geschichte</h3>
<p>Joseph Smith Jr. wurde 1805 in Sharon, Vermont (USA) geboren. Er kam schon als Kind  mit okkulten Praktiken in Berührung. Seine Familie war in Aberglauben und Okkultismus verstrickt. Er besaß zeit seines Lebens einen Talisman. Einige Familienmitglieder schlossen sich der Methodistenkirche an, wohingegen der 14-jährige Joseph Smith mit der Frage kämpfte, welche Kirche denn die richtige sei und welcher er sich anschließen sollte. Beeindruckt durch Jakobus 1,5 ging er in den Wald, um Gott um Weisheit zu bitten. Es  ergriff ihn dort dann zuerst eine finstere Macht, dann erschienen ihm, nach eigener Aussage, Gott-Vater und Gott- Sohn und sagten ihm, er solle sich keiner Kirche  anschließen, da sie alle unrecht hätten. 1823 erschien ihm der Engel „Moroni“, welcher ihn auf goldene Platten hinwies, die in der Nähe seines Wohnortes in einem Hügel verborgen lägen.</p>
<p>Im Jahre 1827 gelang die erfolgreiche Bergung der Platten. Danach folgte die Übersetzung der darauf in reformiertem Ägyptisch enthaltenen Botschaft mithilfe von zwei Steinen (Urim und Thurim). Andere halfen bei der Arbeit, indem sie aufschrieben, was Smith hinter einem Vorhang diktierte. Nach erfolgreicher Übersetzung mussten die Platten wieder zurückgegeben werden. 1830 wurde das Buch Mormon publiziert. Aufgrund starker Verfolgung musste die Gemeinde immer weiter nach Westen weiter wandern.</p>
<p>Aufgrund der Zerstörung der Druckerpresse einer nicht-mormonischen Zeitung (Smith wurde öffentlich der Polygamie angeklagt) wurde Smith im Juni 1844 in ein Gefängnis gebracht. Nur wenige Tage später am 27. Juni 1844 drangen radikalisierte Gegner Smiths in die Haftanstalt ein. Bei einem Schusswechsel zwischen den Angreifern und dem bewaffneten Häftling wurden Joseph Smith und sein älterer Bruder Hyrum erschossen.<br />
Das brachte ihm den Märtyrerstatus ein. Der Tod ihres Propheten traf die Kirche unvorbereitet. Es gab keine allgemein akzeptierte Nachfolgeregelung. Smiths Sohn Joseph Smith III. war zu diesem Zeitpunkt erst elf Jahre alt. Die Mehrzahl schloss sich Brigham Young, dem Präsidenten des 1835 gegründeten Kollegiums der Zwölf Apostel, an.</p>
<p>Er versuchte einen Neuanfang und zog ab 1846 von Missouri auf dem später so benannten Mormon Trail über die Rocky Mountains. Auf formal  noch mexikanischem Boden, aber weit außerhalb der Reichweite von dessen Staatsgewalt, gründete er am Großen Salzsee die Stadt Salt Lake City und den Staat Deseret – später Utah.</p>
<h3>Selbstverständnis</h3>
<p>Die Mormonen glauben, dass das wahre Evangelium und die Vollmacht für heilige  Handlungen (z.B. Taufe) nach der Zeit der Apostel gänzlich verloren gegangen sei und erst durch den Propheten Smith wiederhergestellt wurde. Außerhalb der mormonischen Kirche gäbe es keine Errettung. Bezüglich der Autorität sagt Joseph Smith, dass Johannes der Täufer ihm 1829 bei einer Erscheinung das Aaronitische Priestertum übergeben habe und etwas später durch Petrus, Jakobus und Johannes das Melchisedekische Priestertum. Die zwei mormonischen Priestertümer dürfen nur von Männern ausgeübt werden (und bis 1978 nur von Weißen). Die ganze Mormonen-Bewegung steht und fällt mit der Person von Joseph Smith:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ohne Joseph Smith und die Wiederherstellung des Evangeliums gäbe es keine  Errettung&#8221;<sup>[<a href="#die-mormonen-n-1" class="footnoted" id="to-die-mormonen-n-1">1</a>]</sup></p>
<p>„Ich kann auf mehr Dinge stolz sein, als jemals ein anderer Mensch es konnte: Ich bin der  einzige Mensch, der jemals fähig war, eine ganze Kirche beisammen zu halten, seit den Tagen Adams. Eine grosse Mehrheit ist zu mir gestanden. Weder Paulus, Johannes noch  Petrus noch Jesus konnten dies jemals. Ich rühme mich, dass kein Mensch jemals ein solches Werk tat wie ich. Jesu Anhänger liefen von ihm weg; aber die Heiligen der Letzten Tage sind bis jetzt nie von mir weggelaufen“.<sup>[<a href="#die-mormonen-n-2" class="footnoted" id="to-die-mormonen-n-2">2</a>]</sup></p></blockquote>
<h3>Glaubensinhalte</h3>
<p>Das Buch Mormon beschreibt in Ergänzung und Fortsetzung der Bibel die Besiedlung  Amerikas und die Geschichte vergangener amerikanischer Kulturen. Eine erste  Siedlungswelle habe bereits unmittelbar nach dem Turmbau zu Babel stattgefunden; die damals nach Amerika ausgewanderten Jarediten seien jedoch ausgestorben, bevor eine zweite Einwanderungswelle zustande kam.<br />
Diese zweite Welle sei nach der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen König  Nebukadnezar II. und dem Beginn des Babylonischen Exils im Jahr 598 v. Chr. geschehen.<br />
Die Auswanderer hätten zu den verlorenen Stämmen Israels gehört und hätten sich laut  des Buch Mormons in die Nephiten, die die Gebote Gottes hielten, und die vom Glauben  abgefallenen Lamaniten aufgeteilt. Erstere seien von Jesus Christus unmittelbar nach  seiner Auferstehung besucht worden, wobei er ihnen einen Kern des Evangeliums  vermittelt habe, bevor er in den Himmel aufgefuhren sei. Im 5. Jahrhundert sei es zum  Kampf zwischen den Gruppen gekommen, wobei die Nephiten völlig vernichtet worden  seien. Die Lamaniten seien von Gott mit einer dunklen Hautfarbe gestraft worden. Aus  ihnen seien die Indianer hervorgegangen. Der letzte überlebende Nephit sei der Prophet Moroni gewesen, der die Geschichte auf goldenen Platten in einer nur von ihm lesbaren  Schrift aufgezeichnet hätte. Diese Platten habe der als Engel auferstandene Moroni 1827 Joseph Smith, jr. gezeigt, welcher sie dann in die englische Sprache übersetzt habe, bevor er sie habe zurückgeben müssen.</p>
<p>Das Gottesbild fast aller mormonischer Glaubensrichtungen ist durch ein Nebeneinander von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist als verschiedene Personen geprägt sowie die Möglichkeit der Gläubigen, selbst über die Erlösung hinaus zu göttlicher Würde aufzusteigen, so wie „Gott einst ein Mensch“ war. Kritiker leiten daraus den Vorwurf des Polytheismus ab. Das Gottesbild der zweitgrößten mormonischen Kirche, der  Gemeinschaft Christi, entspricht dem traditionellen christlichen Gottesbild der Dreifaltigkeit. Im Gegensatz zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, verwendet die Gemeinschaft Christi das Kreuz als Symbol. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage lehnt die Verwendung des Kreuzes als Symbol in ihrer Kirche ab.</p>
<p>Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage bezeichnen sich selbst entschieden als Christen und sehen sich selbst durch die Offenbarungen Joseph Smiths im Besitz der ursprünglichen christlichen Glaubensinhalte. Die Bibel sei nicht ausreichend und nicht vollständig und musste deshalb um die Lehren von Joseph Smith ergänzt werden.</p>
<h3>Lebensweise und Gemeindeleben</h3>
<p>Die mormonischen Kirchen sind streng hierarchisch aufgebaut, an der Spitze der  Organisation steht der Präsident mit seinen zwei Ratgebern. Weltweit gibt es 114 Tempel, die nicht mit unseren Kirchen zu vergleichen sind. In ihnen finden geheime Rituale statt, die der Freimaurer-Lehre entspringen (Smith war selbst Freimaurer). Nur ausgewählte  Mormonen dürfen an diesen Ritualen und Zeremonien teilnehmen und nichts darf<br />
nach außen gelangen. Es wird im Leben der Mormonen besonders viel Wert auf Familie gelegt. Ihrer Lehre entsprechend kann nur derjenige „ins Reich der Segnungen“ gelangen, der verheiratet ist. Unverheiratet zu bleiben ist also für Mormonen keine Option.<br />
Ca. 60.000 hauptsächlich junge Männer, aber auch Frauen, gehen 1,5 bis 2 Jahre auf eine Missionsreise, die von ihnen selbst finanziert wird (auch in Paderborn sieht man häufig  junge, gut gekleidete Männer, immer zu zweit, mit Namensschild und amerikanischem  Akzent, die dann versuchen, die Einheimischen zu missionieren).</p>
<h3>Kritik und Widersprüche</h3>
<p>Für die Behauptungen der Mormonen bezüglich der Stammesgeschichte, die sich in  Amerika abgespielt haben soll, gab es nie archäologische Beweise. Auch die Behauptung,  die Indianer seien jüdischer Abstammung, konnte mit DNA-Tests widerlegt werden. Die „göttlichen“ Prophetien, die Joseph Smith im Buch Mormon aufschrieb, umfassen von 1830 bis heute 4000 Änderungen! Des Weiteren gibt es viele Fehler, Widersprüche zur Bibel aber auch theologische Widersprüche.<br />
Die Mormonen lehren viele, für wahrhaftige Christen unannehmbare Irrlehren: Ablehnung  der Dreieinigkeit, Ablehnung der Jungfrauengeburt Jesu, Existenz mehrerer Gottheiten (drei), wobei Gott-Vater mehrere Frauen hatte, dass Gott einen menschlichen Körper hat und einmal Mensch war (ebenso können Menschen auch zu Gott werden), dass Jesus der Bruder Luzifers ist und auch mehrere Frauen und Kinder hatte, dass es keine Erbsünde gibt, Errettung durch Taufe und Werke.</p>
<p>Die bekannteste Irrlehre ist wohl das praktizieren der Vielehe (Polygamie): Um als Mormone errettet zu sein, wurde die Vielehe angeordnet (entstammt dem Buch Mormon). Man bezog sich dabei auf Abraham und David. Im Haus der Familie Smith lebte schon früh ein 16-jähriges Mädchen, Joseph Smith machte selbst 12-jährigen Mädchen schon  Heiratsanträge und hatte Geschlechtsverkehr mit einer 14-Jährigen. Brigham Young hatte 27 Ehefrauen. Erst 1890 und aufgrund des Druckes der USA widerrief der damalige Präsident der Mormonen dieses Gebot. Etliche Gruppierungen halten aber bis heute daran fest. Aus dem „Wort der Weisheit“ (aus einer Offenbarung von Joseph Smith) erging das Gebot, auf den Genuss von Tabak, Alkohol und Kaffee und Tee zu verzichten, Smith selbst<br />
hielt sich nie daran. Ebenso lehren die Mormonen, dass eine schwarze Hautfarbe ein Fluch Gottes sei und Farbige minderwertiger wären als Weiße, da die Indianer ein schlechtes „vorirdisches“ Leben geführt hätten, hätte Gott sie mit einer braunen Haut bestraft. 1978 wurde auf inneren und äußeren Druck die Verweigerung des Priesteramtes für Farbige  aufgehoben.</p>
<h3>Und zum Schluss…</h3>
<p>Was hat das nun mit „Twilight“ zu tun? Da Visionen und Engelserscheinungen bei den Mormonen, wie gesehen, nichts außergewöhnliches sind, verwundert es nicht, dass eine gewisse Stephenie Meyer vor Jahren einen „Traum“ hatte: zwei Personen treffen sich im Wald, ein 17-jähriges Mädchen und ein Vampir, und diskutieren darüber, wie schwer es wäre, eine Beziehung zu führen, unwiderstehliche Verlangen hätte, ihr das Blut auszusaugen.<br />
„Inspiriert“ durch diese Eingebung schrieb sie die „Twilight“-Romane (auf dt. als  „Bis(s)…“-Reihe bekannt). Weltweit wurden über 100 Mio. Bücher verkauft, mittlerweile gibt es auch Kinofilme. Erschreckend ist, dass insbesondere (junge, weibliche) Christen sich dafür begeistern können. Häufig wird dann auf die „Keuschheit“ in der Erzählung verwiesen, da ja kein Sex vor der Ehe stattfinden darf. Das wäre ja eine geradezu christliche Einstellung. Es wäre schon neu, wenn die Verbindung einer 17-jährigen mit einem 108 Jahre alten Vampir, aus der ein Kind entsteht, das halb Mensch halb Vampir ist, ernsthaft mit christlichen Werten in Verbindung steht. Außerdem grenzt die Beziehung der beiden an Missbrauch: Starke Eifersucht mit Neigung zur Gewalt  (seinerseits), Isolation von Freunden und Familie (ihrerseits), Kontrolle, emotionale  Erpressung.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de/">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn.</em></p>
<h4>Quellen:</h4>
<ul>
<li>Patrick Tschui, „Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage/Die Mormonen im  Licht der Bibel“,2004/2008, Samstag-Bibel- Seminar (SBS)</li>
<li>www.wikipedia.de</li>
<li>www.mormonismus-online.de</li>
</ul>

<div class="footnotes"><h4>Fußnoten</h4><ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="die-mormonen-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Mormon Doctrine, Bruce R.McConkie, LDS Books, 1998, S. 164 <a class="note-return" href="#to-die-mormonen-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="die-mormonen-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> History of the Church, Band 6, S. 408-409. <a class="note-return" href="#to-die-mormonen-n-2">&#x21A9;</a></li></ol></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2012/die-mormonen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zeugen Jehovas</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2011/zeugen-jehovas/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2011/zeugen-jehovas/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 11:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamill E.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christliche Strömungen unserer Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sektenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[christlich]]></category>
		<category><![CDATA[freikirche]]></category>
		<category><![CDATA[jehova]]></category>
		<category><![CDATA[sekte]]></category>
		<category><![CDATA[theologie]]></category>
		<category><![CDATA[zeugen]]></category>
		<category><![CDATA[zeugen jehova]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=112</guid>
		<description><![CDATA[Sie sind nicht nur für ihren enormen missionarischen Einsatz, die Verweigerung der Blutspende und ihren Wachturm bekannt. Doch was verbirgt sich hinter dem Glauben und der Organisation, die diese kitschig illustrierten, simpel und primitiv geschriebenen Zeitungen und Bücher in aberwitzigen &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2011/zeugen-jehovas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind nicht nur für ihren enormen missionarischen Einsatz, die Verweigerung der Blutspende und ihren Wachturm bekannt. Doch was verbirgt sich hinter dem Glauben und der Organisation, die diese kitschig illustrierten, simpel und primitiv geschriebenen Zeitungen und Bücher in aberwitzigen Millionenauflagen herausbringt?<span id="more-112"></span></p>
<h3>Vorwort</h3>
<p>Lange hab ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich so einen Artikel aufbauen, beschreiben sollte, wollt ich doch auf keinen Fall eine Reaktion wie „Wie kann man bloß so denken“ und „Was sind das bloß für Leute, die an so etwas glauben“, provozieren.<br />
Und um diesem Denken den Boden unter den Füßen zu nehmen, will ich mit einem Bekannten von mir beginnen.<br />
Dieser Bekannte war ein Zeuge Jehovas, einer der, nach eigenen Aussagen, auch den Wachturm verteilte und von Haus zu Haus ging. Trotzdem hat er nie den Eindruck eines „Fanatikers“ hinterlassen, hat aber auch nicht gekuscht, wenn es darum ging, Farbe zu bekennen. Sein Einstehen für diesen Glauben beeindruckte mich damals als Nichtgläubiger und heute als Christ. Er war eine ruhige Person, eher leise, aber nicht schüchtern. Übrigens war es, anders als das Klischee von „Jehovas Zeugen“, auch<br />
keine dumme Person, sondern einer der besten Schüler der Stufe.<br />
Kurzum war es einer, mit dem man gerne die Zeit verbrachte. Wie das Leben so spielt, verloren wir uns aus den Augen, naja passiert. Und nun fragen sie sich sicher, warum ich das erzähle?<br />
Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen der individuellen Person und der Organisation. Bevor dieser Artikel gelesen wird, muss man sich von dem stereotypen<br />
Schwarz-Weis-Denken verabschieden, in das wir so schnell hereinfallen und das so gar nicht christlich ist. Leider ist der Mensch vielschichtig und nicht allein mit einer Eigenschaft zu beschreiben. So ist einer, der dem Glauben der „Z J“ angehört nicht automatisch psychisch labil, naiv oder irgendetwas desgleichen. Es gibt die gleiche charakterliche und personelle Vielfalt, wie bei uns. Über einen „Z J“ kann man, ohne ihn zu kennen, eben nur sagen, dass er den „Z J“ angehört, mehr nicht.<br />
Wir müssen aufpassen, dass wir uns eines Tages nicht beim Gebet Pharisäers:</p>
<blockquote><p>„O, Gott ich danke dir, dass ich nicht so bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher&#8230;“<br />
(Luk.18.11)</p></blockquote>
<p>erwischen. Daher will ich mich im Folgenden um Neutralität und Respekt bemühen.</p>
<h3>Geschichte</h3>
<p>Begonnen hat alles mit Charles Taze Russell (1852-1916).</p>
<p>Dieser Mann hatte auf der Suche nach Gott verschiedene Glaubensgemeinschaften und Kirchen kennengelernt und gelang schließlich zur Überzeugung, dass das Ende der Welt<br />
sich aus der Bibel errechnen ließe und so bestimmte er das Datum des Untergangs dieser Erde auf das Jahr 1872. Als dieses Datum verstrich, „hoffte“ er auf 1873/74. Als auch diese Daten ereignislos passiert wurden, gründete er einen Bibelstudienkreis, der sich einzig und allen mit dem Thema Weltuntergang und Wiedererscheinen Jesu befassen sollte, mehr noch, 1879 erschien das erste Mal die Zeitschrift &#8220;Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence&#8221; <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-1" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-1">1</a>]</sup>, die später „Wachturm heißen sollte.<br />
Als er nun das Weltuntergangsszenario auf das Jahr 1914 datierte und an diesem Datum die Welt abermals nicht unterging (obwohl erstaunlicher Weise dieses Jahr der Beginn des ersten Weltkrieges war), wandten sich viele von dem Mann, der nie vorhatte eine eigene Glaubensorganisation zu gründen, sondern eigentlich überkonfessionell arbeiten wollte, ab.</p>
<p>1917 wurde Joseph Franklin Rutherford (1869-1942) Russells Nachfolger und übernahm eine locker organisierte Bewegung die zu allem Übel starke Auflösungserscheinungen zeigte.<br />
Er machte aus dem locker organisierten Bund, eine straff geregelte Organisation. Er  beseitigte die demokratischen Strukturen und führte ein System gegenseitiger Überwachung und Kontrolle ein. „Aus Bibelstudenten wurden professionelle<br />
Wachturmverteiler. Rutherford perfektionierte die „Hausbesuche“ der Zeugen<br />
Jehovas und führte die bis heute praktizierte Verpflichtung aus 5 Veranstaltungen<br />
pro Woche (Versammlungsbuchstudium, Predigtdienstschule, Dienstzusammenkunft, Zusammenkunft für die Öffentlichkeit, Wachtturm-Studium) und schuf zusätzlich die jährlichen Konferenzen mit den Abendmahlfeiern.<br />
Dank Rutherford wurde die Watchtower- Organisation nicht einfach nur ein Verlag, sondern erhielt Weisungsrecht über die Zeugen. So ist den Bibelinterpretationen der Watchtower-Organisation unbedingte Folge zu leisten.</p>
<h3>Der Glaube</h3>
<p>Entgegen der allgemeinen Volksmeinung ist der Glauben der Zeugen Jehovas kein Konstrukt aus Phantasien, Kult und Mythen. In meiner Zeit als gläubiger Christ hörte ich<br />
absurdere Glaubensvorstellungen. Trotzdem, und das obwohl die Zeugen Jehovas im Wesentlichen die Bibel als Grundlage haben (sie verwendeten bis 1970 meist die unrevidierte Elberfelderfassung) unterscheiden sich die Glaubensansichten fundamental<br />
von unseren. Die Zeugen lehnen die Dreieinigkeit ab. Sie sehen Jesus als quasi die „Urschöpfung“ Gottes an. Er ist interessanterweise, laut Aussagen der Watchtower-Organisation, dem Adam vor dem Sündenfall gleichgestellt. <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-2" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-2">2</a>]</sup><br />
Dies ist keine neue Ansicht. Schon Arius (ca. 250-336 n.Chr) vertrat dieselbe Lehre.<br />
Eins der ersten Konzile, das Konzil von Nizäa (325 n. Chr) wurde extra zu diesem Zweck ins Leben gerufen und kam zu dem Ergebnis, dass diese Ansicht als Irrlehre abgewiesen werden muss. <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-3" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-3">3</a>]</sup></p>
<blockquote><p>„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.“<br />
(Joh1.1)</p></blockquote>
<p>wird nicht im Sinne der Trinität verstanden. Er starb zwar für die Sünden, nach der Ansicht eines Zeugen Jehovas aber nicht am Kreuz, sondern an einem Marterpfahl, und nahm als sündloser Mensch alle unsere Sünden auf, aber er ist Gott nicht gleichgestellt. So betet man nicht zu ihm, er fungiert höchstens als Überbringer der Gebete. Trotzdem erkennen die ZJ Jesus als König an. „Dadurch, dass Jehova seinen Geist auf Jesus ausgoss, salbte<br />
oder bestimmte er ihn zum König seines künftigen Königreiches.“ <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-4" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-4">4</a>]</sup></p>
<h3>Das Paradies auf Erden und das Königreich des Himmels</h3>
<p>Der Glauben der Wachturm-Organisation differenziert zwischen dem Himmel und dem Paradies. Das Paradies, besser gesagt, die paradiesische Erde, gleich dem Garten Eden, ist der Ort, in dem jeder aufgeweckte, also jeder, der an Jehova und das Sündopfer Jesu glaubt. Trotzdem ist dieser Ort nicht mit dem Himmel gleichzusetzen. Er befindet sich auf dieser Erde und hat nichts mit dem Himmel gemein. Die Erde wird nach dem Harmagedon neu gestaltet und erhält den Charakter des Garten Eden. Die Wachturmgesellschaft lehnt jeden ökumenischen Charakter ab, was bedeutet, dass nur Zeugen Jehovas diesen Ort erreichen können. Der Himmel ist fürs Regiment vorgesehen und an dem sind nur 144000<br />
Menschen beteiligt.<br />
Diese 144000 stellen die Regierung dar, deren König Jesus ist. Sie müssen im „christlichen Dienst völlig geprüft sein. Das bedeutet, dass kleine Kinder, die nicht die Gelegenheit hatten, während eines jahrelangen christlichen Dienstes völlig geprüft zu werden, nicht in den Himmel aufgenommen werden.“</p>
<blockquote><p>„&#8230;Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll!“<br />
(1. Samuel 8,7)</p></blockquote>
<p>Dieser Vers besagt nichts weniger, als dass Gott König über Israel war. Daher bestimmte er Richter, die über Israel richteten. Erst das Volk bestimmte sich eigenmächtig und unter Warnungen (1.Sam 8,8-13) einen König, der nicht Gott war.<br />
Im Paradies wird jedoch der Plan Gottes vollendet, was auch bedeutet, dass wir wieder einen König bekommen, und dieser kann aufgrund der Perfektion des Paradieses nur Gott lauten. Da aber das NT von Jesus als König redet, ist dieses hinreichend nur mit der Trinität, der Dreifaltigkeit zu erklären.</p>
<p>Diese Elite steht im Gegensatz zu Paulus Ansicht einer Gemeinde, in der jedes Glied  essenziell und gleichbeutend ist (1.Kor.12,12-27). Nur Menschen aus diesem Kreis, diejenigen mit „himmlischer Hoffnung“ <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-5" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-5">5</a>]</sup>, dürfen das Abendmahl zu sich nehmen. Momentan ist dies weltweit eine Schar von 9105 von der Wachturmgesellschaft bestimmter Personen, in Deutschland sind es ca. 200. An den<br />
anderen wandert der Kelch und das Brot vorbei. Bei einer Mitgliederanzahl von 160000 Personen in Deutschland bleiben die meisten Kelche und Brot-laiber, die jährlich zum einzigen Fest der Zeugen abgehalten werden, ungenutzt.</p>
<h3>Aufstieg durch Verdienst</h3>
<p>Natürlich hat jeder Zeuge Jehovas das Bestreben unter diese 144000 Auserwählten zu kommen, um am Regiment des Himmels beteiligt zu sein.<br />
Ganz offen spricht die Wachturmgesellschaft von einer „Erkenntnisnotwendigkeit“, „Der Notwendigkeit eines geraden Wandels“ <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-6" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-6">6</a>]</sup> und meint damit die PFLICHT des Besuches ihrer Veranstaltungen (man trifft sich 5 mal in der Woche), dem Verteilen des Wachturmblattes und den von vielen ungeliebten Hausbesuchen. Dies muss alles dokumentiert werden.<br />
Was entsteht, ist eine Struktur aus Überwachung, Kontrolle und Zwang.</p>
<h3>Behandlung von Verstößen</h3>
<p>Verstöße gegen die ethischen Grundsätze werden strickt geahndet. Ist ein hinreichend schwerer „Tatverdacht“ gegeben, wird ein „Rechtskomitee“ <sup>[<a href="#zeugen-jehovas-n-7" class="footnoted" id="to-zeugen-jehovas-n-7">7</a>]</sup> aus verschiedenen Ältesten zusammengestellt. Der Begriff des Rechtskomitees ist bewusst in Anlehnung an eine Gerichtsverhandlung gehalten und dieser gleicht die Zurechtweisung auch. Die Ältesten treten dabei als Ankläger, Richter und Verteidiger in Personalunion auf. Der „Angeklagte“ hat, von einer Befangenheitserklärung der Ältesten abgesehen, kein Äußerungsrecht.<br />
Zeugt er hiernach Reue, wird er bei der Versammlung öffentlich zurechtgewiesen, ansonsten erfolgt der Ausschluss.</p>
<h3>Eine Sekte und das Verbot</h3>
<p>Wer hier nicht JA schreit, kommt gleich in den Verdacht, ein Sympathisant dieser Organisation zu sein. Rechtlich gesehen sind die Zeugen keine Sekte. In Berlin, wie in einigen europäischen Ländern, haben sie den Status einer Körperschaft des öffentlichen<br />
Rechtes, dies ist derselbe gesetzliche Status, den auch die Landeskirchen tragen. Somit sind sie weit davon entfernt, staatlich als Sekte behandelt zu werden. Auch ist meiner Meinung nach eine Diskussion um die Einstufung einer Sekte blanker christlich angehauchter Populismus und gesetzlich nicht händebar.<br />
Wie sollte ein solches Gesetz nur formuliert werden? Pauschal die Zeugen Jehovas verbieten? Dies verstieße nicht nur gegen das Grundgesetz, es wäre ein unerhörter Angriff gegen die Religionsfreiheit und hätte eine Kriminalisierung der 160000 Zeugen zur Folge. Keinem der in dieser Organisation steckt wäre so geholfen.<br />
Wie wäre es dann, ein Gesetz so zu formulieren, dass aufgrund der Strukturen eine Klassifikation als Sekte erfolgen kann. Sicher wäre hier das Verfahren des Ausschlusses der durch Verstöße auffälligen Mitglieder ein Ansatz. Aber bedenken wir: Auch wir schließen in Sünde lebende Menschen als letztes Mittel aus. Dies ist auch biblisch und richtig, aber wir fielen selber unter diese Formulierung der Sekte.</p>
<p>Auch wir kämpfen oft mit dem Vorurteil einer sektiösen Vereinigung, kämpfen darum, Freunde und Verwandte davon zu überzeugen, dass wir bibeltreu und keine Sekte sind. Und wir schreien nun auf? Mit welchem Recht, darf ich fragen?</p>
<p>Doch sage ich hier nicht, dass die Organisation ein Kleingärtner- und Kaninchenzüchter-Verein ist.<br />
Die Wachturm-Gesellschaft bestimmt die Richtung des Glaubens, hat alles durch feste hierarchische Strukturen in der Hand. Der Zeuge ist unter einem gewaltigen Druck. Dabei ist nicht nur der Leistungsdruck zu nennen, der entsteht, sei es aus reinem Gruppenzwang, oder mit dem Bestreben, unter die 140000 zu kommen. Auch die Angst eines Ausschlusses schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Mitglieder.<br />
Schließlich ist ein Ausschluss gleichbedeutend mit dem Verlust der meisten sozialen Kontakte, da, bei Zeugen Jehovas zu einem viel größerem Maße, als bei uns Christen, die meisten Kontakte innerhalb der Glaubensgemeinde wahrgenommen werden.</p>
<h3>Begegnung mit einem Zeugen Jehovas</h3>
<p>Es gibt wirklich viele Internetseiten, Vorträge und selbst Bücher zu diesem Thema.<br />
Dort werden Bibelstellen aufgeführt, die den meist an die Türe klopfenden „Besucher“ aus dem Tritt bringen können und ihn ins argumentative Schwimmen führen.<br />
Und wozu? Um ihn zu überzeugen oder um sich als Gewinner einer theologischen<br />
Auseinandersetzung zu sehen?<br />
Darum bitte ich Sie, lieber Leser, wenn Sie nicht ein echtes Anliegen für die Person haben, und das haben die wenigsten, lassen Sie sich nicht auf Streitgespräche ein!<br />
Stellen Sie sich die Frage: „Bin ich bereit, Sie auf ein Essen einzuladen, hab ich genug Liebe dafür?“<br />
Dies sollte im Vordergrund stehen, nicht ein Streitgespräch, in dem man nur seine Intelligenz unter Beweis stellt. Natürlich soll man seine Überzeugung vertreten, dies geht aber auch mit dem Satz, dass man an Jesus als Gott und Heiland glaubt.</p>
<p>So bleibt mein Rat: Kann ich nicht genug Liebe aufbringen (was als begrenzter, sündiger Mensch der Fall sein kann)-&gt; lieber die Tür schließen. Lasse ich mich auf ein Gespräch ein,<br />
muss mir das Heil des Menschen und nicht das Streitgespräch ein Anliegen sein.</p>
<blockquote><p>„Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.“<br />
1.Kor 8,1</p></blockquote>
<p><em>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn.</em></p>

<div class="footnotes"><h4>Fußnoten</h4><ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> http://cms.bistum-trier.de/zeugen-jehovas <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben. Verlag:Watchtower Bible and Tract Society of NY, INC <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-2">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-3"><strong><sup>[3]</sup></strong> Theologie leicht gemacht. Von R.T:. Kendall <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-3">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-4"><strong><sup>[4]</sup></strong> Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben. Verlag:Watchtower Bible and Tract Society of NY, INC <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-4">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-5"><strong><sup>[5]</sup></strong> www.wikipedia.de <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-5">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-6"><strong><sup>[6]</sup></strong> Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben. Verlag: Watchtower Bible and Tract Society of NY, INC <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-6">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="zeugen-jehovas-n-7"><strong><sup>[7]</sup></strong> www.wikipedia.de <a class="note-return" href="#to-zeugen-jehovas-n-7">&#x21A9;</a></li></ol></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2011/zeugen-jehovas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gaben zur Auferbauung der Gemeinde</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2011/gaben-zur-auferbauung-der-gemeinde/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2011/gaben-zur-auferbauung-der-gemeinde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arthur S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Paulus]]></category>
		<category><![CDATA[apostel]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisten]]></category>
		<category><![CDATA[gaben]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[paulus]]></category>
		<category><![CDATA[propheten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=132</guid>
		<description><![CDATA[Das Neue Testament kennt zwei verschiedene Gabenbegriffe. Zum einen die Gaben im Sinne von Fähigkeiten oder Befähigungen (1Kor 12) und zum andern werden hier, in Eph 4, Gaben im Sinne von besonders begabten Menschen angeführt – Personengaben. Paulus zählt fünf &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2011/gaben-zur-auferbauung-der-gemeinde/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Neue Testament kennt zwei verschiedene Gabenbegriffe. Zum einen die Gaben im Sinne von Fähigkeiten oder Befähigungen (1Kor 12) und zum andern werden hier, in Eph 4, Gaben im Sinne von besonders begabten Menschen angeführt – Personengaben. Paulus zählt fünf solcher Gaben auf:<span id="more-132"></span></p>
<ol>
<li><strong>Apostel </strong>und<strong> Propheten</strong><br />
Diese beiden wurden in erster Linie zur Gründung der Gemeinde gegeben<br />
(Eph 2,20). Als die Grundlagen gelegt waren, waren diese Apostel und Propheten<br />
nicht mehr nötig, und in diesem tiefsten Sinn gibt es beide heute nicht<br />
mehr.</li>
<li><strong>Evangelisten</strong><br />
Die Evangelisten führen Sünder zu Christus und bringen sie dann in die örtliche<br />
Gemeinde. In diesem Sinn können viele von uns Evangelisten sein.</li>
<li><strong>Hirten </strong>und<strong> Lehrer</strong><br />
Hirten kümmern sich um die Schafe, während Lehrer das Wort Gottes auf<br />
verständliche Art und Weise erklären.</li>
</ol>
<p>Diese Männer, die Gott seiner Gemeinde gegeben hat, sollen die Heiligen zum Werk des Dienstes zurüsten (V.12).</p>
<p>Leiter der Gemeinden konzentrieren ihre Arbeit darauf, andere Christen zum Dienst zu befähigen. Das Entdecken und Einsetzen von geistlichen Gaben ist auch die einzige Möglichkeit, das Konzept des „allgemeinen Priestertums“ praktisch werden zu lassen. Gott hat selbst bestimmt, welche Christen nach seinem Plan welche Dienste am besten wahrnehmen sollten. Die Aufgabe der Leiter ist lediglich, den Gemeindegliedern dabei zu helfen, ihre gottgegebenen Gaben ausfindig zu machen und einen Dienst zu finden, der zu diesen Gaben passt. Leiter verhelfen somit jedem Gläubigen zu dem Grad an Vollmacht, der ihnen nach Gottes Plan zusteht. Sie befähigen, unterstützen, motivieren, begleiten die einzelnen, damit sie zu dem werden, was Gott mit ihnen vorhat. Leiter, die ihre eigene Vollmacht gerade darin sehen, andere Christen zu Vollmacht und Mündigkeit zu führen, können erleben wie dieser Einsatz sehr zum Wachstum beiträgt. Anstatt möglichst viel der gemeindlichen Arbeit selbst zu tun, investieren sie einen Großteil ihrer Zeit in Jüngerschaft, Delegation und Multiplikation. So kann sich die von ihnen eingesetzte Energie nahezu unbegrenzt vervielfältigen. Auf diese Weise wird Gottes Kraft freigesetzt, anstatt mit menschlicher Kraft und viel Druck die Gemeinde in Bewegung zu bringen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Was du (Timotheus &#8211; 2) von mir (Paulus &#8211; 1) gehört hast  vor vielen Zeugen, das befiehl das befiehl treuen Menschen (3) an, die tüchtig sind, auch andere (4) zu lehren&#8221;<br />
(2Tim 2,2).</p></blockquote>
<h3>Das Vorgehen in Schritten</h3>
<ol>
<li>Bete und sei willig, jeden Dienst zu tun, den Gott für dich vorgesehen hat – sei ständig dabei, Arbeit zu sehen und dich gebrauchen zu lassen!</li>
<li>Sprich mit einem der Ältesten über deine Gaben und Fähigkeiten! (schaut euch die Dienstmöglichkeiten in der Gemeinde an – Dienstkatalog)</li>
<li>Übe einen Dienst der besprochen wurde, ca. 2 Monate aus und halte Rücksprache mit einem der Ältesten / Beauftragten. Ist dieser Dienst nicht der richtige oder bist du unsicher, dann besteht die Möglichkeit, die Testphase zu verlängern, oder einen anderen Dienst zu probieren. Hierbei immer wieder Rücksprache mit dem Ältesten / Beauftragten.</li>
<li>Hast du den richtigen Platz gefunden, dann wirst du für den Dienst, in der Gemeinde oder durch Schulungen zubereitet.</li>
<li>Dieser Dienst sollte solange durchgeführt werden, bis Gott dir oder den Ältesten / Beauftragten einen neuen Weg zeigt. Dann sollte auch der neue Weg gemeinsam rechtzeitig besprochen werden. Dabei sollte mit den Ältesten / Beauftragten für einen Ersatz gesorgt werden. Alle Gläubigen sind Priester Gottes (1Petr 2,5.9) und tragen somit Verantwortung in der Gemeinde Gottes.</li>
</ol>
<p><em>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn</em></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2011/gaben-zur-auferbauung-der-gemeinde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Altes und modernes Pharisäertum &#8211; Teil 01</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2011/altes-und-modernes-pharisaertum-teil-01/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2011/altes-und-modernes-pharisaertum-teil-01/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 08:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamill E.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[jesus]]></category>
		<category><![CDATA[juden]]></category>
		<category><![CDATA[neues testament]]></category>
		<category><![CDATA[pharisäer]]></category>
		<category><![CDATA[pharisäertum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=99</guid>
		<description><![CDATA[Wer ist die unbeliebteste religiöse Vereinigung des neuen Testaments? Könnte in einem oder anderen Kreuzworträtsel stehen. Im Vergleich mit Fragen wie: Bolivianische Landeswährung? sollte es selbst für den weniger bibelfeste Lösenden kein großes  Problem sein, hier seine Punkte zu machen. &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2011/altes-und-modernes-pharisaertum-teil-01/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist die unbeliebteste religiöse Vereinigung des neuen Testaments? Könnte in einem oder anderen Kreuzworträtsel stehen. Im Vergleich mit Fragen wie: Bolivianische Landeswährung? sollte es selbst für den weniger bibelfeste Lösenden kein großes  Problem sein, hier seine Punkte zu machen. Falls sie es nicht ohnehin schon erraten haben, sei es hier noch mal gesagt: es geht um die Pharisäer, die zum Synonym für Arroganz, Überheblichkeit und anderes Schlechte wurden. Doch wer waren diese Pharisäer, was zeichnetet sie aus und warum spielten sie im neuen Testament eine so zentrale Rolle? Es ist nicht nur interessant auf diese Fragen eine Antwort zu finden, es erlaubt auch einen tieferen Einblick auf uns selber und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der Fragestellung ob es dieses Pharisäertum noch heute gibt.<span id="more-99"></span></p>
<h3>Die Entstehung</h3>
<p>Gesicherte Quellen über die Entstehung der jüdischen Gruppierung der Pharisäer („der Ab/Ausgesonderte“) gibt es nicht. Man vermutet ihren Ursprung in der frühjüdischen Bewegung der Chassidim („Die Frommen“). Sie traten als Oppositionsbewegung in der Regimentschaft Alexander des Großen, in Erscheinung und zeichneten sich durch sehr gewissenhaftes Befolgen der mosaischen Gesetze aus.<br />
Eine zweite Theorie reichnet den Pharisäern die Anstrengung zu, die pristerlichen Reinheitsbestimmungen auf auf das Volk, und im Speziellen, ihre Bewegung übertragen zu wollen. Die Auswirkung dieser Reinheitsgebote führte zu einer gewissen Absonderung, die erst wohl als Konsequenz zu tragen kam, später aber auch gewollt war.</p>
<h3>Das Wirken</h3>
<p>Schriftliche Erwähnung finden die Pharisäer in den Schriften des Josephus, eines Geschichts-schreiber, der die größten Bewegungen des Judentums auflisten wollte. Neben den Saduzzäern, Essenern, beschrieb er auch die Pharisäer. Zur besseren Illustration der Bewegungen, beschrieb er diese, in Anlehnung an Griechenland, als eine Art Philosophenschulen, die sich durch eine Lehre, Ansicht und Auftreten charakterisierten.<br />
Er war es auch der, der die Pharisäer als politische Fraktion erwähnte. Um 152 v.Chr. oder, einer anderen Quelle zu Folge, 103 v. Chr. kamen die Pharisäer in politische Opposition und kämpften gegen eine Zusammenlegung des Staatswesen mit der Religion, genauer gesagt, einer Zusammenlegung der politischen und militärischen Gewalt mit dem Priesteramt. Beides sollte (der wahrscheinlicheren Quelle zur Folge) in Personalunion Johannes Hyrakon, zufallen (die rabbinerische Literatur schreibt dies dem König Alexander Jannai 103-73 v. Chr. zu), was zur politischen Entzweiung mit einer weiteren politisch aktiven Gruppe, den Hasmonäern führte. Der nächste Bruch kam aufgrund theologisch unterschiedlicher Ansichten und führte zu einem Bürgerkrieg der sich über fünf Jahre erstreckte und zu einer Ermordung und Vertreibung von vielen Pharisäern führte. Diese glaubten nämlich, dass das übermittelte und nicht schriftlich festgehaltene Wort der Väter, den selben Stellenwert besaß, wie die Schrift selber. Die Sadduzäer dagegen sahen nur die Schrift als legitime Wahrheit. Während die Sadduzäer die Vermögenden auf ihrer Seite, einschließlich den König Alexander Jannai auf ihrer seite hatten, konnten die Pharisäer das Volk hinter sich vereinigen. Obwohl viele Pharisäer das Leben oder ihre Heimat verloren und viele Kräfte ließen, hat ihnen König Alexander Jannai, um die Unruhen dauerhaft zu unterbinden, größeren politischen Einfluß gegeben.</p>
<p>Eine Hochzeit erlebten sie bei der Regierung Herodes des Großen, die sich auf einen Zeitraum bis 4 v. Chr. erstreckte. Zu Jesus Lebzeiten verloren sie dagegen an Bedeutung und auch wohl Einfloss.</p>
<h3>Zusammensetzung</h3>
<p>Wer glaubt bei den Pharisäern, die im NT oft mit den Schriftgelehrten erwähnt wurden, handle es sich um einen elitären Vorläufer eines Golfclubs aus Rabbinern und  Schriftgelehrten, also der geistigen und politischen Oberschicht, dem sei gesagt, dass sie sich wohl vor allem aus einfachen Handwerkern und Bauern zusammensetzten, die wahrlich eher „Volk“ als „Oberschicht“ waren.<br />
Die Schriftgelehrten in den Reihen wurden allerdings als Leiter geschätzt und geachtet und wahren die Führung dieser religiösen Gruppe.<br />
Anders als man meint, hatten sie einen großen Rückhalt im Volk und galten, bedingt durch  ihre abgesonderte Lebensweise, als geachtet.</p>
<h3>Konflikt mit Jesus</h3>
<p>Das Wort Pharisäer wird im NT 99 mal erwähnt (überwiegend in den Evangelien). Oft wird es im Zusammenhang mit anderen Personengruppen wie Sadduzäern oder Schriftgelehrten erwähnt. Die Häufige Nennung dieser Reformbewegung im NT zeigt, dass ihnen ein großer, wenn auch nicht rühmlicher, Stellenwert eingeräumt wurde. Um die zahlreichen Auseinandersetzungen Jesu mit ihnen verstehen zu können, müssen wir uns folgenden zentralen Punkt wieder vor Augen führen:<br />
Die Pharisäer haben, der Schule der Chassidim folgend, erkannt dass ein Abweichen Israels von den mosaischen Gesetzen immer Ursache einer göttlichen Strafe war.</p>
<blockquote><p>„So haltet nun fest daran, alles zu befolgen und zu tun, was ihm Buch des Gesetzes Moses geschrieben steht, dass ihr nicht davon abweicht, weder zur Rechten, noch zur Linken“ Jos 23,6</p></blockquote>
<p>In den Augen der meisten Parisäer (auch die Pharisäer bildeten keine homogene Gruppierung. Unter ihnen gab es auch Sympathisanten Jesu, die ihn beispielsweise nach Haus einluden; siehe Luk 7) war der, der Rabbi und Meister genannt wurde, einer der auf gefährliche Weise von den Gesetzen und Geboten der Väter abwich.<br />
Hierbei spielte also nicht nur der Neid der Pharisäer auf den Zimmermann aus Nazared, der es verstand, aus einfachen Verhältnissen stammend, Gottes Wahrheiten zu verkündigen und die Massen zu binden,eine Rolle. Es war ebenso die Angst ein weiteres „Unheil“ herbei zubeschwören.</p>
<p>Die Bestimmungen der Väter waren für die pharisäische Theologie zentral und ruhten auf drei Säulen: Halten des Sabbats, Fasten und Reinigung. Es wurden dabei große Anstrengungen getätigt um diesen Aufträgen zu entsprechen, was zu einer äußerlich sichtbaren Frömmigkeit durch Ausüben der Sitten führte. Man fastete zwei mal die Woche, trug am Sabbat Sabbatgewänder und vermied jede Arbeit, wusch sich vor jedem Essen die Hände, führte komplizierte Reinigungsrituale der Schüsseln und Töpfe durch und mied alles unreine. Alles das tat man, weil dadurch eine Heiligung von „Aussen nach Innen“ erfolgen sollte.<br />
Die äußerlichen Sitten spielten dabei eine nicht zu unterschätzende bekenntnishafte Rolle.<br />
Jesus Kritik setzte hier an.</p>
<blockquote><p>„Nichts, was außerhalb des Menschen ist und in ihn hineinkommt, kann ihn verunreinigen; sondern was aus ihm herauskommt, das ist es was den Menschen verunreinigt.“<br />
Mk7.15 (siehe auch Luk 11.39,40).</p></blockquote>
<p>Äußerliche Korrektheit führte nach Worten Jesu, eben nicht dazu, dass man Gott näher kam, sondern eben zu einer Zurschaustellung des Glaubens. Nicht mehr Gott, sondern der Mensch und seine Leistungen standen dabei im Mittelpunkt des Gottesdienstes.<br />
Hierbei löste Jesus die Gesetze Moses nicht ab, sonder zeigte, dass Reinheit und Heiligung nicht mehr rituelle Symbole waren, sondern Jesu Gabe an die , die an ihn glauben.</p>
<blockquote><p>„&#8230;Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken“<br />
Mt 9.12</p></blockquote>
<p>Der Konflikt zwischen Jesus und den Pharisäern wird in Mt15.2,3 zusammengefasst. Dort fragen die Pharisäer Jesus:</p>
<blockquote><p>„Warum übertreten deine Jünger die Überlieferungen der Alten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie das Brot essen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?“</p></blockquote>
<h3>Modernes Pharisäertum</h3>
<p>Natürlich denkt man beim modernen Pharisäertum vor allem an Strömungen des Judentums die sehr streng nach den Sitten der Väter leben, wie es die orthodoxen Juden tun. Allerdings muß man dafür gar nicht zum Judentum, sondern kann getrost vor eigener Haustür kehren.<br />
Einige mögen die Pharisäer in den Katholiken erkennen, die mit den relativ starr  organisierten Gottesdiensten und Festtagen auch gesetzlich aussehen können, aber der  Christ der dies tut, sieht den Balken in seinem Auge nicht.<br />
Die Wahrheit ist, dass die Mitglieder der großen Landeskirchen (hier gibt es natürlich auch ein enormes Spektrum) meist viel liberaler sind, als es den Anschein hat und damit nicht als moderne Pharisäer bezeichnet werden können.<br />
Eigentlich, und das sage ich nicht ohne Warnung, gibt es bei uns die meisten  bereinstimmungen mit der viel kritisierten jüdischen Reformertruppe. Wir lesen auch wie sie täglich in der Schrift, sagen von uns, dass wir „in“ aber nicht „aus“ der Welt sind, also auch in einer Hinsicht „abgesondert“ sind und bauen uns uns auch Gesetze, die gut sein können, aber eben nicht biblisch sein müssen.<br />
Hat nicht jeder von uns mal schon, von Sorge getarnt, verständnislos, abwertend, aber vor allem lieblos über den Glauben eines Bruders/Schwester gesprochen?<br />
Wer viel tut, kann sich leicht der Taten rühmen.<br />
So muß ich feststellen, dass jeder Tag (ausnahmslos jeder) an dem ich nicht die selbstlose Liebe Jesus annehme und lebe, zum Pharisäer werde. Es ist erforderlich, ja notwendig sich jeden Tag aufs neue zu „bekehren“. Jeder Tag, an dem wir uns nicht bewusst sind, dass wir das Geschenk der Liebe brauchen, wird als Pharisäer gelebt. Jeder von uns ist der größte lebendige Sünder und braucht Christus, und das Tag für Tag, Stunde für Stunde.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn.</em></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2011/altes-und-modernes-pharisaertum-teil-01/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Dreifaltigkeit</title>
		<link>http://blog.cgpb.de/2011/die-dreifaltigkeit/</link>
		<comments>http://blog.cgpb.de/2011/die-dreifaltigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 14:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamill E.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibelwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[dreifaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[heiliger geist]]></category>
		<category><![CDATA[jesus]]></category>
		<category><![CDATA[sohn]]></category>
		<category><![CDATA[theologie]]></category>
		<category><![CDATA[trinität]]></category>
		<category><![CDATA[vater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=75</guid>
		<description><![CDATA[Die Dreifaltigkeit gilt als eins der schwersten Teilgebiete der christlichen Theologie. Die Kenntnis der Trinität (lat. trinitas), so der theologische Fachausdruck, ist sowohl wichtig fürs Verständnis der Bibel, als auch zum Schutz vor falschen Behauptungen vonseiten der Nichtchristen. Ein falsches &#8230; <a href="http://blog.cgpb.de/2011/die-dreifaltigkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dreifaltigkeit gilt als eins der schwersten Teilgebiete der christlichen Theologie. Die Kenntnis der Trinität (lat. trinitas), so der theologische Fachausdruck, ist sowohl wichtig fürs Verständnis der Bibel, als auch zum Schutz vor falschen Behauptungen vonseiten der Nichtchristen. Ein falsches Verständnis dieser Lehre führt zu verdrehten Ansichten, wie der Behauptung, Christen beteten drei Götter an, von denen einer sogar eine Mutter hätte und geboren sein würde. Der Versuch die christliche Theologie als unvollkommen zu brandmarken geschieht meist über diese falsche Vorstellung. Ein Christ sollte daher mit  diesem Thema auseinander gesetzt haben.<span id="more-75"></span></p>
<h3>Geschichtliche Entwicklung</h3>
<p>Das Wort Trinität stammt nicht aus der Bibel und wurde als erstes in seiner lateinischen Bezeichnung „trinitas“ von Tertullian (um 200 n.Chr) in diesem Zusammenhang geprägt. Er war es auch, der die Manifestation des Vaters, des Sohnes und des Geistes als „Persona“ beschrieb. Dieser formulierte auch den Satz „eine göttliche Substanz in drei Personen“ (lat.:una substantia-tres personae) <sup>[<a href="#die-dreifaltigkeit-n-1" class="footnoted" id="to-die-dreifaltigkeit-n-1">1</a>]</sup> und ergänzend dazu: „Die drei sind eins, nicht einer“ (lat.:tres unum sunt, non unus) <sup>[<a href="#die-dreifaltigkeit-n-2" class="footnoted" id="to-die-dreifaltigkeit-n-2">2</a>]</sup> Tertullian gab zwar die weitreichenste,  aber nicht die erste Formulierung seiner Zeit.<br />
So schrieb Clemens von Rom in seinem 1. Clemensbrief (ca. 96 n. Chr.) „So wahr Gott lebt, und der Herr Jesus Christus lebt , und  der Heilige Geist.“<br />
Auch Justin der Märtyrer (100-165 n.Chr) und Irenäus von Lyon (ca 180 n Chr.) verfassten  Schriften, in denen sie die göttliche Dreifaltigkeit erwähnten, wenn auch nicht so benannten.</p>
<p>Es mussten allerdings fast einhundert Jahre vergehen, bis das konstantenopelsche Konzil  381 die Lehre des dreieinigen Gottes; des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, in Person in gleich ewiger und vollkommender Weise und gleichen Wesens zur offiziellen Lehre der Kirche machte.<br />
Diesem Konzil, wie könnte es kirchenhistorisch auch anders sein, ging abermals ein Konzil zuvor. 325 fand das Konzil von Nizäa statt, das die Ansichten des Arius (ca.250-336) „Jesus sei das Urgeschöpf Gottes“ als Irrlehre ablehnte.</p>
<h3>Die Kritik</h3>
<ul>
<li>Die Vorstellung der Existenz eines Gottes in drei Personendie allesamt die vollständige, allumfassende Gottheit in sich tragen, also unterschiedlich und dennoch gleich sind, ist logisch nicht begründbar und daher abzulehnen.</li>
</ul>
<p>Das logische Argument ist nur schwer von der Hand zu weisen, aber in seiner Art hier  nicht angebracht. Mit Logik ist eine kausale Logik, meist die mathematische, gemeint.  Diese entspricht dem Prinzip: Aus&#8230;-&gt; folgt&#8230;. Frage ich Sie, ob Sie in Ihrem Handeln  immer logisch sind, müssen Sie dies verneinen. Nur Maschinen und Roboter folgen einer solchen Logik.</p>
<p>Da Gottes Wesen allwissend und unergründlich ist, ist auch seine Logik mit beschränkten  Mitteln nicht fassbar. Es ist nur zu einfach, Nichtverstandenes als falsch zu kennzeichnen  und damit abtun zu wollen.<br />
Doch wie lässt sich die Existenz der göttlichen Dreifaltigkeit  anschaulich machen? Erstaunlicher Weise ist dieses gar nicht so schwer. Ein Modell hierfür findet sich in der  Natur, so hat Wasser (wie jedes andere Element auch) drei Aggregatzustände: Fest, flüssig und gasförmig. Jeder dieser Zustände lässt sich in die anderen überführen, besitzt, und so heißt es physikalisch korrekt, einen Phasenübergang in den anderen, von Flüssigkeit zu  Gas, Gas zu Eis, Eis ins Flüssige und andersherum. Obwohl alle Aggregatzustände völlig unterschiedliche Eigenschaften haben, sind sie dennoch dieselbe Verbindung aus  Wasserstoff und Sauerstoff (chemisch H2O).</p>
<ul>
<li>Beim Vater, Jesus und dem Geiste handelt es sich nicht um eigenständige Personen, sondern um personifizierte Eigenschaften des Wesens eines Gottes. Der Unterschied ist deutlich: Während wir an einen Gott in drei Personen glauben, wäre dies der Glaube an einen Gott mit eben den Eigenschaften oder Erscheinungsbildern des Vaters, des  Jesus und des Heiligen Geistes.</li>
</ul>
<h3>Jesus ist Gott und war Mensch</h3>
<p>Hier gegen sprechen die Verse</p>
<blockquote><p>1.Tim.2,5 „Denn es ist ein Gott und<br />
ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Jesus Christus“</p>
<p>Joh. 1,1 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott , und das Wort war  Gott“</p>
<p>Kol. 1,16; Kol. 2,9 „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;“ <sup>[<a href="#die-dreifaltigkeit-n-3" class="footnoted" id="to-die-dreifaltigkeit-n-3">3</a>]</sup></p></blockquote>
<p>Diese drei Verse genügen, um zu belegen, dass Jesus vollständig Gott und vollständig  Mensch war. Wäre er nur ein Teil Gottes, wäre es nicht die ganze Fülle der Gottheit. Eine Eigenschaft oder auch nur ein Erscheinungsbild decken nicht das vollkommene Wesen ab.  So kann man sagen, dass jeder Mensch Liebe in größerem oder geringerem Maße empfindet, aber keiner lässt sich allein durch Liebe charakterisieren oder sich durch sie beschreiben, eben weil es die Summe aller Eigenschaften ist, die einen Menschen definiert und Liebe nur eine von ihnen ist.<br />
Jesus war Mensch (1 Tim.2,5) mit Gefühlen, einem Willen und einem Verstand, aber er ist  auch Gott, sogar der Schöpfer (Joh. 1,3)</p>
<blockquote><p>„Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>und das, wie Kol. 2,9 zeigt, in vollkommener Weise. Somit ist er mehr, als die  Personifikation einer oder mehrerer Eigenschaften eines Gottes. Wir haben nun gezeigt, dass Jesus in vollkommener Weise Gott ist und sich trotzdem als Person, die Mensch<br />
wurde, begreifen lässt.</p>
<h3>Der Heilige Geist ist Gott</h3>
<p>Jesus bezeichnet den Heiligen Geist als einen Fürsprecher oder Beistand. Er ist also  jemand, eine Person, die einem zur Seite steht.<br />
Dieser Heilige Geist wird sogar die Welt von Sünde und Gerechtigkeit und Gericht  überführen (Joh. 16,8). „Wenn jener kommt“ steht dort geschrieben, dies setzt implizit eine Person voraus. Ich will nicht abstreiten, dass es möglich ist, diesen Vers unter dem Aspekt  einer kommenden personifizierten Eigenschaft zu verstehen, doch bedarf es hierfür einiger Interpretation, da die Vorstellung des Autors dieses Evangeliums, und dies ist intuitiv  nachvollziehbar, den Heiligen Geist als Person begriff. Nicht nur Johannes, auch Paulus spricht vom Kommen des Heiligen Geistes, wenn auch in anderen Zusammenhängen.  Paulus beschreibt im achten Kapitel des Römerbriefes die Hoffnung der kommenden  Herrlichkeit und schreibt in Vers 26, dass eben dieser Heilige Geist uns in unserer  Schwachheit zur Hilfe kommt.<br />
Doch er ist mehr, als einfach nur eine Person, er ist Gott in ebenfalls vollkommender Weise.<br />
1. Mos.1 beschreibt die Entstehung der Welt und erwähnt den über die Welt  schwebenden Geist, somit war dieser ebenfalls, als dritter im Bunde, an der Entstehung beteiligt. Abermals ist es aber Paulus, der uns einen weiteren Baustein zur Begründung der Dreifaltigkeit liefert. Dieser nennt den Geist in 2. Kor 3,17 Herr;</p>
<blockquote><p>„Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da istFreiheit.“</p></blockquote>
<p>und  meint damit wohl die entsprechende Gottheit des Geistes.Der Geist ist also Gott und wird auch als solches bezeichnet, ist aber gleichzeitig eine Person (wenn auch nicht wie  Jesus, in menschlicher Gestalt).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Anhand einiger Textstellen, auch wenn die Bibel noch ungleich mehr Stellen aufweist, lässt  sich zeigen, dass die Trinität zwar als Wort nicht explizit in der Bibel erwähnt wurde, sie aber aus ihr hervorgeht, da sich sowohl der Vater, als auch Jesus und der Geist als Personen begreifen und trotzdem die vollkommene Fülle Gottes repräsentieren.<br />
Nicht betrachtet habe ich hierbei sogar die Beziehungen unter einander. So ehrt beispielsweise jeder den anderen und auch ihr Auftreten und ihre Aufgaben sind unterschiedlich. Doch schon aus der isolierten Betrachtung geht meines Erachtens nach die Trinität hervor. Und auch wenn man an ihr zweifeln sollte, so ist unumstößlich: Jesus wurde Mensch und ist  Gott in allumfassender Weise, gleich wie es der Vater ist.</p>
<p><em><strong></strong>Dieser Artikel ist erschienen in der Gemeindezeitung der <a title="CGPB" href="http://cgpb.de">Christlichen Gemeinschaft Paderborn</a>. Die Christliche Gemeinschaft ist eine zentralgelegene Freikirche in Paderborn.</em></p>

<div class="footnotes"><h4>Fußnoten</h4><ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="die-dreifaltigkeit-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Theologie leicht gemacht von R.T. Kendall <a class="note-return" href="#to-die-dreifaltigkeit-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="die-dreifaltigkeit-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> Theologie leicht gemacht von R.T. Kendall <a class="note-return" href="#to-die-dreifaltigkeit-n-2">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="die-dreifaltigkeit-n-3"><strong><sup>[3]</sup></strong> Schlachterübersetzung, revidierte Fassung <a class="note-return" href="#to-die-dreifaltigkeit-n-3">&#x21A9;</a></li></ol></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.cgpb.de/2011/die-dreifaltigkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

